Bill Graham & Kelvin Clayton (Förolach) - Osttirol Online


Bill Graham & Kelvin Clayton (Förolach)

Eingestellt am 10.02.2017

Bill Graham 52, London und Kelvin Clayton 54, Blackpool eröffneten im Juli 2016 ihr „Gailtal Inn“ in Förolach. Die beiden Männer leben seit 2015 im Gailtal, führen in Nötsch auch die Frühstücks-Pension „Haus Tapestry“. Am 19. Februar und 19. März laden sie zum „5 Uhr-Tanztee“ mit Sammy.

 

OVT: Mr. Graham und Mr. Clayton, warum der „5 Uhr-Tanztee“?

Nachdem wir im vergangenen Jahr Sammy als Musiker für unser Oktoberfest hier hatten, diskutierten wir mit ihm, wie wir die Gemeinde mit Musik-Veranstaltungen ansprechen konnten. Sammy schlug vor, dass der „Fünf Uhr-Tanztee“ etwas wäre, um eine Tradition wiederzugeben, die es im Gailtal vor allem im ehemaligen Gasthaus „Koppensteiner“ gab. Da wir bereits zwei englische „Afternoon Teas“ mit traditionellen hausgemachten englischen Kuchen hatten, fanden wir die Idee, diese beiden Ereignisse zu kombinieren, interessant. Wir können damit auch die heute meist vornehmen englischen Tanz-Tees regelmäßig ins Gailtal bringen. Das ist eine fantastische Chance für unsere Kulturen, sich auf einzigartige und angenehme Weise zu verbinden.

Möchten Sie „5 Uhr-Tanztee“ regelmäßig machen?

Unsere Hoffnung ist, dass wir diese Veranstaltungen von Oktober bis Marz einmal im Monat anbieten können. Dies hängt natürlich vom Interesse der Besucher ab.

Was für ein Lokal ist das „Gailtal Inn“?

Es ist in erster Linie ein Café/Bar, wo die Menschen einen herzlichen und freundlichen Empfang von uns erwarten können. Ein Ort zum Entspannen und Reflektieren oder für Gespräche mit Freunden und der Familie, bei einem Drink und einer kleinen, aber immer weiterentwickelten Auswahl an hausgemachten lokalen und internationalen Gerichten, vorzugsweise aus regionalen Zutaten. In regelmäßigen Abständen werden wir Veranstaltungen wie unser Oktoberfest und den „5 Uhr-Tanztee“ veranstalten, um den Einheimischen die Möglichkeit zu geben, uns kennen zu lernen und zu sehen, was wir machen. Wir wissen, dass wir Fremde sind und dass es Zeit braucht, damit die Leute und kennen lernen. Aber es ist uns wichtig, zu einem Teil der Gemeinschaft zu werden, in der wir leben. Mittel- bis längerfristig hoffen wir, die komplette Ausstattung des Gasthauses wiederherstellen zu können und unseren Kunden eine breitere Auswahl an Speisen und Getränken anbieten zu können sowie mit der Erneuerung der Gästezimmer Urlauber nach Förolach zu bringen. Unser oberstes Ziel ist es immer, auch der Gemeinschaft etwas zurückzugeben und die lokale Wirtschaft, den Handel und schließlich die Beschäftigung zu verbessern.

Was war für Sie der Auslöser, 2014 nach Oberkärnten zu kommen?

Als Freunde hatten wir schon viele Urlaube, sowohl im Winter als auch im Sommer, in Tirol und im Salzburgerland verbracht. Innerhalb der letzten sechs Jahre sind unsere beiden Mütter gestorben. Dies führte dazu, dass wir in Großbritannien keine Bindungen oder Verantwortungen mehr hatten. Wegen unserer Liebe zu den Alpen und zum österreichischen Volk und seiner Kultur wollten wir dann nach Österreich ziehen. 2014 kamen wir erstmals nach Kärnten und  waren von der Schönheit und der Vielfalt, die das Land zu bieten hatte, begeistert. Außerdem waren hier Immobilien erschwinglich. Einen Monat später kauften wir die Pension in Nötsch, im Januar 2015 zogen wir endgültig von Großbritannien in unser neues Haus im Gailtal. Wir haben es nicht bereut.

Wo gibt es Mentalitätsunterschiede zwischen Großbritannien und Oberkärnten?

In den letzten 50 Jahren hat sich das Leben in Großbritannien sehr verändert. Die Menschen sind weniger gemeinschaftsorientiert und egoistisch geworden. Hier in Kärnten sind die sozialen Werte und die Lebensweise noch sehr ähnlich dem Leben in Großbritannien, als wir aufwuchsen. Es gibt hier ein Element des Vertrauens und der Gemeinschaft, die heute leider in Großbritannien immer schwerer zu finden ist. Es gibt auch eine viel bessere Work/Life-Balance hier. Ja, die Österreicher arbeiten sehr hart, aber sie schätzen auch ihre Freizeit und machen das Beste daraus. Für sich, ihre Freunde und Familie.

Wie oft waren etwa sie 2016 in Großbritannien?

2016 waren wir dreimal in Großbritannien. Im Januar und März zu Familien-Begräbnissen und im Mai, um Bills Schwester zu helfen, auch nach Nötsch zu ziehen. Dort übernahm sie die Leitung Frühstückspension und schaffte sich im Gailtal ein neues Zuhause. Für 2017 haben wir keine Pläne, nach Großbritannien zu fahren, da wir jetzt Kärnten als unser Zuhause betrachten.

Wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?

Wir lesen die regionalen Nachrichten, weil sie uns über Lokales informieren. Es hilft uns auch mit unseren deutschen Sprachkenntnissen.  In  dieser Hinsicht sind wir immer noch Anfänger, aber jeden Tag verbessern wir uns ein wenig. 

 

Kurz gefragt bei Kelvin Clayton:


Sternzeichen: Löwe

Lieblings-filme: James Bond, Science Fiction

Lebensmotto: Du lebst nur einmal! Und denke über Grenzen hinaus!

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