Berta und Lorenz Pirker (Winklern) - Osttirol Online


Berta und Lorenz Pirker (Winklern)

Eingestellt am 13.01.2017

Der Familie Berta und Lorenz Pirker wurde im November 2016 seltenes Jagdglück beschert. Der Ehemann erlegte im Zuge einer Jagd auf der Winklerner Alm, im Revierteil Penzelberg Kaufmannwiesen, einen stattlichen Keiler. Die Familie Pirker lebt in Winklern, sie haben zwei Söhne.

 

Herr und Frau Pirker, ein solcher Keiler ist in unseren Breiten ja eine Rarität. Wie stolz sind Sie über diesen Abschuss?

Familie Pirker: Es ist schon etwas Besonderes, wenn man so ein Jagderlebnis bei uns in Winklern feiern darf. Den Keiler sehen ist ja möglich, aber einen gezielten Schuss abgeben ist etwas anderes. Ein bisschen Glück bracht man auch bei der Jagd.

Man spricht gern vom „Jäger-Latein“. Was hat es mit diesem Spruch an sich?

Jäger-Latein ist eine Geschichte, die vielleicht nicht korrekt der Wahrheit entspricht. Es kann schon beim Jägerstammtisch vorkommen, dass so mancher Wortlaut ein bisschen ins „Jaga-Latein“ geht. Bei einem seltenen Weidmannsheil wie diesem Keiler-Abschuss braucht man nichts hinzu und nichts weg reden.

Ist man eigentlich bei so einer Schuss-Möglichkeit am Abzug nervös?

Lorenz Pirker: Es geht eigentlich alles ganz schnell. Du siehst das Stück kommen, sprichst es mit dem Zielfernrohr an, fährst mit dem Gewehr mit, und wenn du mit dem Fadenkreuz im Keiler bist dann muss der Schuss brechen. Leider gibt es mitunter auch unerwartete Fehlschüsse.

Wie wurde dieser „Prachtbursche“ verwertet?

Berta Pirker: Der Keiler wurde, wie auch das andere Schalenwild, zerwirkt und in Portionen - Gulasch, Braten und Schnitzel - verarbeitet. Wir haben als Weidmannsdank die Jagdkameraden zu einem Wildschweingulasch eingeladen. Das Haupt und die Waffen wurden zum Präparator gebracht, die Haut Schwarte wurde zum Teil gegerbt.

Woher kommt die Leidenschaft für die Jagd in ihrem Hause?

Lorenz Pirker: Mein Großvater war schon Jäger, ich konnte ihn leider nicht mehr kennen lernen. Unsere Väter waren leidenschaftliche und passionierte Jäger. Wir haben die Begabung von unseren Urahnen geerbt. Wir haben auch viel gelernt und lernen heute immer wieder Neues dazu. Jagd ist Leidenschaft, Jagd ist auch Verantwortung.

Wie wird der Jäger heutzutage wahrgenommen?

Leider wird die Jagd von der Öffentlichkeit immer noch schlecht ins Licht gestellt. Man müsste schon mit den Kindern in der Schule über unsere Natur bzw. Umwelt aufklären. Darüber, dass der Wald Lebensraum unserer vielfältigen Tierarten ist, dass der Jäger für den Ausgleich und der Wildpopulation viel Verantwortung zu tragen hat. Ich habe auch als Bergwächter die Aufgabe, den Natur-und Umweltschutz zu kontrollieren und zu beschützen und möchte auch Sportler, Wanderer, Radfahrer aufmerksam machen, dass Sie ihren Müll wie Jausenpapier, Dosen etc. wieder mit nach Hause nehmen, um unsere schöne Landschaft nicht zu verunreinigen.

Und wie gefällt ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?

Es ist eine vielseitige, nachrichten- und informationsreiche Zeitung für unser Region. Jede Woche ein Zeitvertreib zum Lesen. Danke.

 

Kurz gefragt: Lorenz Pirker 53, Pensionist, war Mechaniker & Schlosser

Sternzeichen: Löwe

Ich höre gerne Volksmusik: Fidele Mölltaler und Monika Martin

Ich trinke gerne: schwarzen Johannisbeer-Saft

Lieblingsfarbe: grün

Lebensmotto: Leben und leben lassen

 

Kurz gefragt: Berta Pirker 54, Sozialpädagogin


Sternzeichen: Widder

Beruf: Sozialpädagogin

Lieblings-blume: Schneerose

Lebensmotto: Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen

3 Kommentare

Hans schrieb am 18.01.2017 08:31:
Ich Frage mich mit welcher (gesundheitlichen?) Begründung sich so ein erfolgreicher Jäger bereits mit 53 Jahren in die Pension verabschieden konnte. Das wäre sicher auch einen Bericht wert!

Franz schrieb am 06.03.2017 21:22:
Lieber Hans. Die Frage hat sich mittlerweile erledigt. Lorenz Pirker ist vor kurzem seinem Krebsleiden erlegen. Bitte zuerst Hirn und dann die Tastatur aktivieren

norbert blaßnig schrieb am 15.03.2017 20:02:
Wahscheinlich Beamter ?

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