Bernhard Wolfsgruber (Villach, Spittal) - Osttirol Online


Bernhard Wolfsgruber (Villach, Spittal)

Eingestellt am 24.11.2017

Bernhard Wolfsgruber 39 ist seit 2006 Chorleiter des „Singkreis Porcia“, seit 2016 hat er auch die künstlerische Leitung inne. Der Singkreis Porcia ist ein gemischter Chor aus Spittal und wurde 1956 gegründet. Bernhard Wolfsgruber lebt mit Ehefrau Eva in Villach, hat drei Kinder.

OVT: Herr Wolfsgruber, welche Eckdaten hat der „Singkreis Porcia“?

Bernhard Wolfsgruber: Der Singkreis Porcia, den ich im Jahr 2007 übernehmen durfte, wurde von Hellmuth Drewes gegründet und hat sich über lange Jahre zu einem der wichtigsten Chöre in der Kärntner Chorlandschaft etabliert. Im Moment zählt der Chor 55 Singende mit einer sehr bunten Altersstruktur. Das besondere Merkmal unseres Chores ist, dass wir ein sehr breit gefächertes Repertoire haben. Vom Kärntnerlied, das natürlich vom Kompositionen Hellmuth Drewes geprägt ist, über Internationale Volkslieder über klassische und zeitgenössische Chormusik bis hin zu Popularmusik strebt der Chor immer wieder möglichst stilgetreue Interpretation an. Der Internationale Chorwettbewerb auf Schloss Porcia, den wir mitveranstalten, ist ein wichtiges Aushängeschild für den Chor, welches uns in über 50 Jahren nicht nur viele Chorbekanntschaften in der ganzen Welt, sondern auch alljährlich wieder neue Inspiration und Motivation schenkt.

Wie schaut es mit Jungsängern aus?

Wir sind in der glücklichen Lage, seit dem vergangenen Jahr einen Jugend- und einen Kinderchor zu haben. Die beiden Leiterinnen Theresa Pucher und Ariane Drußnitzer haben mittlerweile schon einen ordentlichen Stock an Kindern und Jugendlichen, die mit Freude am gemeinsamen Singen teilnehmen. Gemeinsame Auftritte mit dem Singkreis und gegenseitige Unterstützung schaffen hier auch ein Gemeinschaftsgefühl. Auch im Erwachsenenchor ist die Anzahl der Jüngeren groß, worüber ich sehr glücklich und dankbar bin. Natürlich würden wir uns trotzdem freuen, wenn weiter musikalische junge Menschen zu uns stoßen und sich vom „Chorvirus“ anstecken lassen.

Worauf legen Sie beim Singkreis großen Wert?

Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die für mich in der Arbeit mit dem Singkreis wichtig sind. Das sind zum Beispiel Stimmhygiene, musikalischer Ausdruck, das Gemeinschaftliche, das Fortführen von Tradition und gleichzeitig aber auch ein Hinausschauen über den Tellerrand. Außerdem sehe ich im Singkreis einen Chor, der es sich zum Ziel gesetzt hat, nicht nur die Hörgewohnheiten des Publikums zu bedienen, sondern auch Werke zur Aufführung zu bringen, die in der regionalen Chorlandschaft nicht zum Standardrepertoire gehören.

Auf welche Highlights blicken Sie gern zurück?

Ich bin grundsätzlich glücklich darüber, dass ich die Chance habe so tolle Chöre leiten und hierbei immer wieder auf neue bereichernde Menschen treffen zu dürfen. Beim Singkreis gibt es viele Highlights, für mich stechen hier Vivaldis Gloria mit einem Orchester aus Schülern und Lehrern der Musikschule Spittal, die erfolgreiche Teilnahme am Internationalen Chorwettbewerb in Prag, das Popkonzert und zuletzt das begehbare Konzert zur 60 Jahr-Feier des Singkreis die herausstechenden Erlebnisse. Sehr stolz bin ich auch, dass mir Hellmuth Drewes im vergangenen Jahr die musikalische Verantwortung über den Internationalen Chorwettbewerb übertragen hat.

Und wie steht die Image-Kampagne der LAG Nockregion „Drauf bin i stolz“ in Zusammenhang mit dem „Singkreis Porcia“?

Willi Pleschberger, unser Obmann-Stellvertreter, hat für die letzte Kampagne Hellmuth Drewes und mich nominiert, da wir in unserer Arbeit mit dem Singkreis die Region auch immer wieder in Österreich und auch im Ausland repräsentieren und so wichtige Botschafter für diese sind. Ich persönlich finde diese Kampagne toll, weil ich es auch sehr wichtig finde, das Positive immer wieder hervor zu streichen und es immer wieder bewusst zu machen, wie gut es uns geht und wie schön wir es haben. Das geht in unserer Gesellschaft in letzter Zeit leider verloren! Es ist aber auch lustig, durch Spittal zu gehen und sein eigenes Gesicht von einer Plakatkampagne lachen zu sehen!

Ist der „Singkreis Porica“ ihr einziger Chor?

Neben dem Singkreis Porcia leite ich noch den Kärntner Landesjugendchor und den Oberstufenchor des BG Porcia. In meiner Arbeit mit Jugendlichen kann ich sagen, dass es unglaublich ist, welche Talente und Qualitäten in diesen stecken, dass es sehr wichtig ist, dass diese gefördert werden. Genauso wichtig ist es aber auch, dass man die Jugend unterstützt, indem man Interesse für ihre Arbeit zeigt, d.h. den Besuch von Konzerten usw. Das Jammern darüber, wie schlecht die Jugend von heute ist, halte ich nicht für berechtigt. Auf Jugendliche zugehen, Angebote schaffen und Interesse und Verständnis zeigen ist der Weg, wie ein gemeinsames, erfolgreiches Miteinander gelingen kann.

Welchen Wunschtraum wollen Sie sich noch erfüllen?

Ein „heimlicher“ Wunsch, den ich hier zum ersten Mal verrate, ist, dass ich irgendwann noch ein Buch schreiben möchte und ich meine hier nicht ein Sachbuch über Chorarbeit, sondern einen Roman, denn Lesen zählt zu einer meiner Leidenschaften.

Foto: Willi Pleschberger


Sternzeichen: Jungfrau

Beruf: Chorleiter & AHS-Lehrer

Lieblings-bücher: historische Romane

Lebensmotto: „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.“ Mark Twain

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