Bernhard Maurer (Rattendorf, Zürich/CH) - Osttirol Online


Bernhard Maurer (Rattendorf, Zürich/CH)

Eingestellt am 24.01.2014

Der 36-jährige Bernhard Maurer und sein französischer Geschäftspartner Frederic Garrigues-Cortina führen seit Jänner 2013 das „Architekturbüro Garrigues Maurer GmbH“ in Zürich. Über Stationen in Schweden, Chile & Portugal kam der gebürtige Gailtaler in die Schweiz. Bernhard Maurer kommt aber nach wie vor stets gern auf Besuch nach Rattendorf zu seinen Eltern Renate und Bruno, zudem hat er eine Schwester, die in Wien lebt.

OVT: Hr. Maurer, war der Beruf eines Architekten schon ein Bubentraum?
Bernhard Maurer: Nein, es war kein Bubentraum. Eher beiläufig hat die Zeichenlehrerin in der Hauptschule gemeint, ich soll Architekt werden. Das ist hängen geblieben und meinen Eltern war es auch recht. Und wenn man etwas lange genug studiert und macht, muss man anfangen es zu leben oder man stößt es ab. Inzwischen hat mich der Kosmos Architektur gefangen.

Was macht für Sie die Faszination Architektur aus?
Räume! Räume prägen uns von Anfang an. Ständig sind wir in Räumen und üben in ihnen Tätigkeiten aus. Und Räume kann man gut und schlecht machen und als ArchitektIn versucht man Ersteres. Das fängt bei kleinen Dingen an, wie einem Tisch um den man sitzt, wo Personen die Ansichten bilden und die Tischfläche den Boden. Und das hört bei großen Räumen auf, dem Lebensraum, zum Beispiel mit Sorgen über die raumplanerische Entwicklung in Hermagor.

Was führte Sie eigentlich nach „weit-entfernteren“ Stationen und vor einem Jahr in die „nahe“ Schweiz? Hat es auch mit dem Gailtal zu tun!
Darauf gibt es eine ganz pragmatische Antwort: ich bin immer meinen Freundinnen nachgezogen er lacht. Aber es hängt auch mit dem Gailtal zusammen, es ist für mein Beschäftigungsfeld und meine Ansprüche an Selbstverwirklichung nicht der ideale Habitat. In Städten wird mehr gebaut, das Interesse an der kulturellen Gestaltung des Lebensraums ist grösser und es gibt mehr Mittel um Projekte zu verwirklichen.

Welchen Unterschied zwischen Österreichischer und Schweizer Mentalität stellen Sie fest? Inwiefern spielt Schwyzerdütsch dabei eine Rolle?
Ich muss aufpassen, da driftet man schnell in Klischees ab. Am besten ich sage nur das, wo ich spüre, dass ich anecke, also anders bin: Ich improvisiere mehr und mache Aussagen, wo ich keine absolute Gewissheit habe. Ich kann Sachen lockerer nehmen, was auf Kosten anderer geht die das nicht können. Der unterschiedliche Dialekt hilft im Alltag: man redet zwar manchmal aneinander vorbei, teilt aber trotzdem den Minderwertigkeitskomplex des oder der Nicht-Hochdeutschsprechenden und ist sich so sympathisch.

Ob der Architekturförderpreis der Galerie am Weissenhof in Stuttgart, der Gewinn des Wettbewerbs fürs Krematorium Hörnli in Basel! Welche künftigen Ziele streben Sie andererseits an?
Erstes Ziel ist, das Projekt in Basel zu einem für alle Beteiligten zufriedenstellenden Ergebnis abzuschließen. Stolz waren und sind wir nach wie vor, der Gewinn eines Wettbewerbs ist nie einfach und wir haben oft genug verloren, um uns jetzt freuen zu können. Ein weiteres Ziel ist relative Unabhängigkeit zu behalten, das heißt, wir wollen das Büro weiter aufbauen, aber ohne unsere Freiheit zu opfern.

Welchen Wunschtraum hätte Bernhard Maurer abseits des Berufs noch?
Eine Reise zu einem fremden Planeten wäre toll! Seit meiner Kindheit fasziniert mich Science-Fiction und die Frage nach den Grenzen der eigenen Vorstellung. Darum würde ich gern einmal das Unvorstellbare erleben.

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“ im heimatlichen Rattendorf oder auf www.oberkaernten-online.at in Zürich?
Der Volltreffer ist die erste Lektüre bei meinen Besuchen im Gailtal, er gibt mir schnellen Überblick und Gewissheit, dass noch alles beim Alten ist er lacht.


Sternzeichen: Fisch

Beruf: Architekt

Lieblings-Getränk: Holundersaft

Lebensmotto: :-

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