Beate Winkler (Maria Luggau) - Osttirol Online


Beate Winkler (Maria Luggau)

Eingestellt am 27.11.2015

Die 22-jährige Beate Winkler hat mit ihren ledigen Dorfmitbewohnerinnen eine besondere Tradition, nämlich den „Gitschn-Sunntog“. Dieser wird am 8. Dezember im Wallfahrtsort Maria Luggau alljährlich von der ledig-weiblichen katholischen Jugend gefeiert. Beate Winkler lebt bei ihren Eltern Berta und Johann in Maria Luggau, hat drei Geschwister.

OVT: Frau Winkler, woher kommt eigentlich der Ausdruck „Gitsche“?
Beate Winkler: „Gitsche“ kommt soweit es mir bekannt ist aus Oberkärnten - Gitschtal, Gailtal, Lesachtal. Jedoch wird es nicht überall als „Mädchen“-Synonym aufgefasst wie bei uns, da es in anderen Teilen Kärntens manchmal auch als ein Schimpfwort angesehen wird.

Woher kommt die Idee für den „Gitschn-Sunntog“ und wie läuft er ab?
Damit nicht nur die „Luggaua Buabn“ einen Tag haben, wo sie uns „Gitschn“ außer Acht lassen können, wurde auch für die „Gitschn“ der katholischen Jugend ein solch spezieller Tag zugeschrieben und zwar der 8. Dezember. Zuerst wird die Hl. Messe mit anschließendem Impuls besucht und als Belohnung folgt dann ein kleiner Ausflug, der einen gemütlichen Ausklang dieses Tages geben soll.

Welche Themen werden beim „Impuls“ behandelt und welche Vorgaben gibt`s für den Ausflug?
Die Themen für unseren gemeinsamen Impuls nach der Messe werden unserem Pfarrer überlassen. Pater Prior versucht aber stets, seine Themen jugendgerecht zu wählen und diese interessant zu gestalten. Vorgaben für den Ausflug sind eigentlich nur, dass es eintägig sein soll und nicht unseren Kostenrahmen überspringen darf. Ansonsten können wir „Gitschn“ unsere Ausflugsziele selbst planen und gestalten.

Wer ist berechtigt zur „Gitsche“?
„Berechtigt“ zur „Gitsche“ ist im Prinzip jede. Auch Mütter sagen teilweise noch „Gitsche“ zu ihren 40-jährigen Töchtern, somit kennt man hier keine Grenze. Jedoch unterscheiden wir bei der katholischen Jugend, ob eine „Gitsche“ verheiratet ist oder nicht, denn die Heirat bedeutet somit auch den Austritt aus dem Verein.

Die ledige männliche katholische Dorfjugend kürt ja alljährlich ihren „Saisonbock“, dabei zählen die meisten Mädchen-Bekanntschaften. Spielt so etwas für den „Gitschn-Sunntog“ auch eine Rolle?
Dies spielt für den „Gitschn Sunntog“ überhaupt keine Rolle. Wir haben keine Trophäe, die wir weiterreichen. Für uns ist es lediglich wichtig, einen gemeinsamen Tag im Jahr zu haben, wo nur die „Gitsche“ im Mittelpunkt steht und wir gemeinsam einen lustigen Tag verbringen können. Inwieweit die „Gitschn“ bei der Trophäe der Buabm schlussendlich das restliche Jahr mitwirken, wissen nur unsere Buabm.

Welchen Wunschtraum möchten Sie sich erfüllen?
Ein Wunschtraum für mich wäre eine Reise nach Australien und Neuseeland.

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?
Ich finde den Oberkärntner Volltreffer eine sehr gelungene Zeitschrift. Man wird jede Woche über die wichtigsten Dinge und auch spannende Themen informiert und es macht mir jedes Mal Spaß neue Beiträge zu lesen.


Sternzeichen: Waage

Beruf: „Ledigen“-Obfrau und Studentin FH-Kärnten - Villach

Lieblings-essen: Schlipfkrapfen

Lebensmotto: Lebe jeden Tag, als wär er dein Letzter.

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