Anton Fasching (Irschen) - Osttirol Online


Anton Fasching (Irschen)

Eingestellt am 13.02.2015

Der 84-jährige gelernte Tischlermeister und langjährige Versicherungs-Sachverständige steht seit 73 Jahren ununterbrochen auf der Bühne. Anton Fasching lebt in Irschen-Gröfelehof, hat eine Tochter namens Elisabeth und mit Ariana und Sebastian zwei Enkelkinder.

OVT: Hr. Fasching, welcher Schicksalsschlag ereilte Sie letztes Jahr?
Anton Fasching: Mein erster großer Schicksalsschlag“war vor sechs Jahren schon das Ableben meiner geliebten Gattin Gisela. Und letztes Jahr war ich mit einem Tumor auf der Speicheldrüse im Halsbereich konfrontiert. Seit zwei bis drei Jahren hatte ich linksseitig am Hals unerklärliche Schmerzen. Ein bekannter Arzt von mir sagte mir, dass ich mich untersuchen lassen sollte, weil in diesem Bereich viele Nerven zusammenlaufen und eine OP ein überschaubarer Eingriff wäre.

Gesagt, getan – Sie wurden alsbald operiert?
Am 27. März 2014 hatte ich die Operation, und dabei stellte sich dann Gott sei Dank heraus, dass es ein gutartiger Tumor war. Hätte ich allerdings noch länger gewartet, wäre er vielleicht in einigen Monaten bösartig geworden, wie mein Operateur sagte. Durch einen Zufall kam dieser bei einer spontanen Ultraschall-Untersuchung noch zum richtigen Zeitpunkt auf den Tumor.

Wie haben Sie die Diagnose ursprünglich aufgenommen?
Ich hatte schon abgeschlossen, dieses Gefühl war im ersten Moment da. Doch dann dachte ich nur: „Ich fange wieder neu an, ich bin stark und vor allem hatte ich ja auch noch meine Musik als beste Medizin überhaupt!“

Worauf müssten Sie heute gesundheitlich aufpassen?
Ich bin völlig gesund. Ich kann alles wieder essen, habe keine Tabletten zu nehmen – einzig und allein die Blutverdünnung braucht es. Und seit der OP passt auch der Blutdruck wieder perfekt, der zuvor öfters mal zwischen 220 und 250 pendelte.

Inwieweit war Musik die beste Medizin?
Ich war eigentlich nur drei Monate nach der OP musikalisch „außer Gefecht“. Danach war ich jedoch sofort wieder mit der Steirischen, dem Keyboard und dem Gesang auf der Bühne, und spielte alles von der Polka bis hin fast zum HipHop.

Mit 84 zählen Sie wohl zu den „jung gebliebensten“ Musikern?
Wahrscheinlich bin ich in Österreich ja der „älteste Alleinunterhalter“ überhaupt. Zumindest aber kenne ich niemanden in Kärnten oder Osttirol, der in meinem Alter noch Unterhaltungsmusik macht.

Sie haben eine lange, vielfältige Karriere vorzuweisen?
Bereits mit 11 ½ Jahren hat mich meine Mutter seinerzeit zu meinen ersten Auftritten begleitet. Später erlernte ich nebenher in Klagenfurt im Abendstudium das Spielen der Klarinette. Und schließlich beim Bundesblasorchester, da gab es 1976 sogar den WM-Titel, ich habe in vielen Unterhaltungsbands vom Duo bis zum Quintett gespielt und bin ich seit fünf Jahren als Alleinunterhalter unterwegs. Insgesamt 73 Jahre! Und neben all meinem beruflichen Tun habe ich noch mein Haus vom Keller bis zum Dachstuhl mit eigenen Händen - mit Hilfe meiner Frau - gebaut. Besonders stolz bin ich übrigens auf meine Zirbenstube.

Die Klarinette gaben Sie 2014 an einen Musikkollegen ab?
Auf dieser habe ich 50 Jahre gespielt, sie war extra handgefertigt und aus eigenem Holz gemacht – doch ich dachte, aufgrund der Umstände sie nicht mehr spielen zu können. So verkaufte ich sie einem Musikkollegen mit dem „Auftrag“ und der Bitte, dass er am Tag meinem „letzten Tag“ mit ihr ein Stück an meinem Grab spielt. Der Musikerkollege sprach übrigens auch sofort vom besonderen Ton der Klarinette!

Welchen Wunschtraum hätte Anton Fasching immer noch?
Seit dem Tod meiner Gattin fühle ich mich in meinem zweiten Leben  und nach der überstandenen Operation im letzten Jahr, noch umso mehr – deshalb wünschte ich mir vielleicht, relativ gesund gar den 90-er zu erreichen. Und natürlich Musik zu machen und auf der Bühne zu stehen. Das wär schön, so Gott will. Nur leider: Wenn man Erfolg hat, hat man auch Neider!

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?
Der „Volltreffer“ hat stets gute Artikel, die zudem vor allem einen wahren Hintergrund haben. Andererseits inseriere ich auch seit Jahren darin und bin dabei oft erstaunt, dass es dabei die ganze Region Oberkärnten betreffen kann.


Sternzeichen: Krebs

Beruf: Musiker

Lieblings-tier: Mein Kater Max

Lebensmotto: Was wiegt‘s, des hot‘s!

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