Alois David (Obervellach) - Osttirol Online


Alois David (Obervellach)

Eingestellt am 03.07.2015

Der 71-jährige Alois David fand seine Leidenschaft im Holzschnitzen. Seit 58 Jahren fertigt der Pensionist bereits Schützentafeln, Figuren für Brunnen und ganz besonders gefragt dabei ist seine „Hl. Barbara“, die Schutzpatronin der Bergleute. Alois David lebt mit Ehefrau Maria in Stallhofen, sie haben keine Kinder.

OVT: Hr. David, woher kommt ihre Leidenschaft fürs Holzschnitzen generell? Hat es Sie in ihrer Jugend schon begeistert?
Alois David: Als Kind, wir lebten damals in Böckstein im Gasteinertal, haben mir die Krampus- & Perchtenmasken schon sehr gut gefallen. Als ich 16 war, sind wir nach Mühldorf gezogen, wo es hingegen Krampuslarven aus Waschpulvertrommeln mit Stoffzunge gab. Dort habe ich dann auch erstmals angefangen Masken aus Holz zu machen – mit dem Stemmeisen meines Vaters. Und ein Lindenholzstock ist mir ebenso bereits gut gelungen.

Danach ging es Schlag auf Schlag!
Das könnte man so sagen, denn es wurde dann von Jahr zu Jahr mehr. Später kamen dann noch Wurzelgesichter dazu. Schließlich kaufte ich mir richtige Schnitzmesser und so wurden meine Objekte immer besser. Geschnitzt habe ich meistens im Winter, weil ich im Sommer gern meinem zweiten Hobby nachging – nämlich dem Bergsteigen und Mineralien sammeln. Das Schnitzen ist und bleibt jedoch mein liebstes Hobby. Da kann ich meiner Fantasie freien Lauf lassen. Mich freut es halt, wenn ich beispielsweise einem Baumstamm oder einem Zirbenstamm sozusagen Leben einhauchen kann. Die Schnitzereien sind übrigens alles Unikate, keine Figur gleicht der anderen und daher sind sie sehr gefragt.

Sie haben sich also letztlich alles selbst gelernt. Dienen Ihnen dabei beispielsweise Bilder, Muster auch schon mal als Vorlagen ihrer Werke?
Tja, durchaus auch – und was darüber hinaus ebenfalls die Natur an Wurzelwerk wieder vorgibt. Bei letzterem nur noch ein Gesicht hinein geschnitzt und schon ist alles fertig. Andererseits besorge ich mir etwa für die „Hl. Barbara“, die Schützentafeln und den Kreuzen mit Herrgott gern Zirbenholz. Das Lärchenholz für die Brunnen geben meistens die Leute, für die ich sie mache. Ich fertige auch Weihnachtskrippen aus Wurzeln – die schauen im Übrigen echt urig aus – und was eben sonst noch gewünscht wird.

Wer sind eigentlich ihre Haupt-Auftraggeber? Wer wiederum ihre Haupt-Abnehmer?
Das sind die Stollenarbeiter für die Hl. Barbara und Stollen-Mandl, weiters die Bauern für Wassertröge mit Mandl, die dann meistens auf die Alm als Tränke für das Vieh kommen und dann noch die Jäger mit ihren Schützentafeln.

Blieben Ihnen Werke bis heute in besonderer Erinnerung, auf welche sind Sie eventuell besonders stolz?
Der Eisschützen-Brunnen in Lainach und die „Hl. Barbara“, die ich für den Gotthardtunnel in der Schweiz machen durfte. Und der Brunnen von Huby Mayer in Fragant zählt ebenso dazu.

Gibt es einen Wunschtraum, den Sie sich nochmals erfüllen möchten?
Darauf kann ich schnell antworten: Dass ich gesund bleibe und weiterhin in meine Berge gehen kann, um Kristalle zu suchen.

Und wie gefällt Ihnen der „Oberkärntner Volltreffer“?
Einfach super, da immer originelle Berichte vom Volk und Land drin sind.


Sternzeichen: Widder

Beruf: Holzschnitzer

Lieblings-tier: unser Kater Max

Lebensmotto: Is der Berg auch noch so steil, a bissl was geht olleweil.

1 Kommentar

wuggenig sepp geb badgastein schrieb am 22.08.2015 12:14:
hallo loisel schöne grüße aus birkleld und viel Gesundheit wünsch ich dir und deiner Maria peppi von Berghaus

Glückwunsch hinterlassen

Kennst du die Familie? Dann kannst du auf dieser Seite deine Glückwünsche übermitteln. Einfach unten das Formular ausfüllen und den Glücklichen eine Freude machen.

Kommentar verfassen

Wie stehst du zu diesem Thema? Teile uns deine Gedanken mit, indem du einfach unten das Formular ausfüllst.

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Bitte geben Sie in das Textfeld den gewünschten Suchbegriff ein!