Venedigerblick Nr. 117

Seite 4 Private FörderwerberInnen bekom- men Zuschlag Noch nie wurden so viele Photo - voltaikanlagen geplant, gebaut und gefördert wie jetzt. Auch für die AntragstellerInnen des ersten Förder - calls im April gibt es gute Neuigkeiten. Alle Anträge für private PV-Analgen (bis 20 kWp) werden genehmigt, verkündete die Bundesministerin für Klimaschutz und Energie, Leonore Gewessler. Von den 100.000 einge - gangenen Anträgen fallen 90 Prozent auf kleine PV-Anlagen bis 20 kWp und 10 Prozent auf größere gewerbliche Anlagen. Die nächsten Fördercalls in diesem Jahr starten ab dem 14. Juni, 23. August und 9. Oktober. Wer bei der Förderschiene aus dem Vollen schöpfen möchte, sollte die ganze zur Verfügung stehende Dach- fläche nutzen. Das Land Tirol unter - stützt dabei mit der aktualisierten PV-Förderung (tritt mit der Wohn - bauförderungsnovelle ab 01.06.2023 in Kraft) PV-Anlagen bis zu einer Größe von 20 kWp mit 250€/ kWp (also maximal 5.000€). Um die Ziele von TIROL 2050 energieautonom zu erreichen, ist ein massiver Photovol - taikausbau notwendig. Gemeinsam können wir die Energiewende schaf - fen und unseren Teil dazu beitragen. Auch den gestiegenen Stromkos - ten kann entgegengewirkt werden, und wenn die mögliche Dachfläche vollständig genutzt wird, führt dies zu einer deutlichen Reduktion der Stromrechnung. Zusätzlich werden Großanlagen benötigt, um die her - ausfordernden Ziele der Energiestra - tegie zu erreichen. Das Land Tirol setzt aktuell in seinem eigenen Wir- kungsbereich einen starken Akzent. Auf drei Landesberufsschulen in Ab- sam sollen Photovoltaikanlagen mit insgesamt 564 kWp entstehen. Das Land kommt seinem Ziel, bis 2030 auf allen geeigneten Landesgebäuden PV-Anlagen zu errichten, damit einen großen Schritt näher. Es stellt sich also nicht mehr die Frage, ob wir eine PV-Anlage instal - lieren, sondern nur wie groß. Sobald die Anlagengröße definiert ist, sollte um einen Zählpunkt angesucht wer- den. So kann eine etwas längere War - tezeit gut genutzt werden. Auch die Photovoltaik Ja zur Sonne Bemühung um einen Fachbetrieb kann ab dieser Entscheidung starten. Und selbst bei Mehrparteienhäuser kann die Dachfläche für eine PV- Anlage genutzt werden. Innovative Hausverwaltungen lassen diese Mög - lichkeit nicht außer Acht. Vier Fakten ohne Diskussion Jedes Dach geeignet Die Ausrichtung der Dachfläche spielt keine maßgebliche Rolle, es findet sich für jedes Dach eine optimale Lö - sung. Aspekte, wie zum Beispiel die Statik sollte natürlich geprüft werden. Technologie technisch ausgereift Die Photovoltaik ist technisch ausge - reift. Die Technologie ist schon seit Jahrzehnten verfügbar, hat eine lange Lebensdauer (> 25 Jahre) und stellt ihre Langlebigkeit stetig unter Beweis. Einfach im Betrieb Sobald eine PV-Anlage installiert und in Betrieb genommen ist, bedarf es keiner weiteren Auseinandersetzung mit der Anlage. Behält man die Erzeu - gungsmengen der Anlage kontinuier - lich im Auge, fallen Veränderungen schneller auf. So kann auf Verschmut - zungen oder Beschädigungen der Module schnell reagiert werden. Wirtschaftlichkeit und Ökologie Kurze Amortisationszeiten (ökolo - gisch) von ca. 1,5 Jahren sind üblich. Das heißt, in dieser kurzen Zeitspan - ne produziert die PV-Anlage mehr Strom, als für ihre Produktion notwen - dig war. Finanziell betrachtet lässt sich eine PV-Anlage immer wirtschaft- lich darstellen. Förderung für Energiespeicher Bei der Errichtung einer PV-Anlage wird der dabei mitgeplante Speicher zusätzlich gefördert. Wird die Be - standsanlage nicht verändert oder erweitert, kann ebenfalls eine Förde - rung in Anspruch genommen werden. Vereinfachte Bewilligungs- und Widmungsregeln Auch im Bereich der Genehmigung von neuen PV-Anlagen kommen Erleichterungen. Das Land Tirol kün - digte zuletzt an, dass Anlagen auf Dach- oder Wandflächen, die in ei - nem maximalen Abstand von 30 Zentimetern von der Dachhaut oder auf Flachdächern (15 Grad) errichtet werden, künftig bis zu 100 Quadrat- meter weder anzeige- noch bewilli - gungspflichtig sind. Zusätzlich dürfen freistehende PV-Anlagen oder bsp. gebäudeanliegende Anlagen auf Car - ports auch in Mindestabstandsflä - chen errichtet werden. In diese neuen Regelungen fallen beinahe alle privaten PV-Anlagen. Unterkonstruktionen von Großan- lagen förderbar Die neue Förderung des Landes für die Unterkonstruktion von großen PV- Anlagen auf befestigten Flächen und die Erleichterungen in der Bau- und Raumordnung wurde ebenfalls kürz - lich umgesetzt. Hier werden Anlagen - größen ab 100 kWp bedacht. Weiterbildung zum Thema Photo- voltaik Weitere Informationen finden Sie unter: www.energieagentur.tirol/wis - sen/ja-zur-sonne Die Energieagentur Tirol bietet unter anderem Erklärvideos zu folgenden Themen: Energiegemeinschaften und Gemeinschaftliche Erzeu- gungsanlagen . Es werden laufend In- foabende für Bauleute zu energierele - vanten Themen rund um Neubau und Sanierung von unseren ExpertInnen präsentiert auch zum Thema „PV-An - lagen im Haus der Zukunft“. Weitere Details und Anmeldung unter: www.energieagentur.tirol/energie-akade - mie/infoabende-fuer-bauleute Weiterführende Förderinformationen finden sie unter: Förderung vom Land Tirol www.tirol.gv.at/bauen-wohnen/wohn - baufoerderung/ Förderübersicht der Energieagen- tur Tirol www.energieagentur.tirol/ foerderungen/foerderungen-sanie - rung-und-bestand/ Förderung Energiespeicher: ÖMAG www.oem-ag.at/de/foerde - rung/photovoltaik/eag-investitions - zuschuesse/ und KPC www.um - weltfoerderung.at/privatpersonen/ stromspeicher-anlagen-2023/unter - kategorie-photovoltaik nächsten Fördercalls in diesem Jahr und das Prozedere: www.oem- ag.at/de/foerderung/photovoltaik/eag- investitionszuschuesse/ Rückfragen bei: Energieagentur Tirol +43 512 5899 13 office@energieagentur.tirol

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