Tipps für den Campingurlaub - Osttirol Online


Tipps für den Campingurlaub

Freiheit und Flexibilität statt Entspannung im Strandhotel: Campen in Österreich wird immer beliebter.

Sonne, der Strand fußläufig erreichbar, ein Hotel mit 5-Sterne-Küche und Rundum-Service – so stellt sich manch einer seinen Traumurlaub vor. Doch es gibt auch einen Gegentrend: Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen naturnahen Urlaub in der Region, bei dem sie selbst aktiv werden müssen. So verwundert es nicht, dass die Zahl der Campingübernachtungen in Österreich stetig zunimmt: 2018 verzeichneten die Campingplätze hierzulande ein Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr: 6,9 Millionen Übernachtungen waren es laut dem Österreichischen Camping Club. Denn die Möglichkeit, jederzeit das Lager abzubrechen und mit seinem Wohnwagen oder Wohnmobil an einen anderen Ort zu fahren, gibt ein Gefühl von Freiheit, das sich beim All-inclusive-Urlaub einfach nicht einstellt. Doch wer noch nie mit einer mobilen Bleibe in den Urlaub gefahren ist, der sollte im Vorfeld einige Dinge beachten. Schließlich soll der erste Campingausflug spannend, aber nicht stressig werden.

 

Übergabe des Wohnmobils bzw. des Wohnwagens

Wer das erste Mal einen Campingausflug plant, wird sich in den seltensten Fällen gleich ein eigenes Wohnmobil oder einen eigenen Wohnwagen kaufen. Das Mieten einer solchen mobilen Unterkunft hat den entscheidenden Vorteil, dass man zunächst zum überschaubaren Preis austesten kann, ob man wirklich Freude an dieser Art von Urlaub hat. Nachdem man sich über die verschiedenen Anbieter informiert und einen davon ausgewählt hat, erfolgt schließlich die Übergabe. Dafür benötigt man neben dem Führerschein in der Regel auch den Personalausweis.

Ganz wichtig: Bei der Übergabe erklärt der Service-Mitarbeiter die unterschiedlichen Funktionen des Wohnmobils oder Wohnwagens. Insbesondere Camping-Neulinge sollten dabei aufmerksam zuhören: Kennt man die Details zur Steuerung von Strom, Licht, Wasser und Heizung nicht, sodass man auf dem Campingplatz erst mal alles per Trial-and-Error ausprobieren muss, ist Frustration praktisch vorprogrammiert.

Wer statt eines Wohnmobils einen Wohnwagen mietet, der sollte zudem darauf achten, dass sein Pkw mit einer passenden Anhängerkupplung ausgerüstet ist. Welche Art von Kupplung für welches Fahrzeug die richtige ist, lässt sich beispielsweise hier überprüfen. Andernfalls kommt es zu der unangenehmen Situation, dass man gerade den Übergabevertrag unterschrieben hat und dann feststellen muss, dass man das Wohnmobil gar nicht transportieren kann. Selbstverständlich sollte man vor Unterzeichnung des Vertrags das Wohnmobil oder den Wohnwagen unbedingt auch auf eventuelle Schäden überprüfen.

 

Das richtige Beladen

Beim Beladen des Wohnmobils oder Wohnwagens sollte man auf drei Dinge achten: Das Gewicht der Zuladung, die Sicherung der Gegenstände und den Unterbringungsplatz. Als Faustregel gilt dabei: Schwere Gegenstände sollte man möglichst weit unten und zwischen den Achsen verstauen. Sie gehören nicht in die Hängeschränke, da bei scharfen Bremsungen die Gefahr besteht, dass sie herauskatapultiert werden. Vor der Fahrt müssen zudem sämtliche Türen sicher eingerastet sein. In den oberen Schränken sollte man besser leichte Kleidung aufbewahren. Offene Ablageflächen sollten während der Fahrt leer bleiben. Größere Gegenstände, die sich nicht in einem Schrank unterbringen lassen, müssen festgezurrt werden.

Um den Wohnwagen bzw. das Wohnmobil nicht zu überladen, sollte man sich bereits im Vorfeld überlegen, welche Ausrüstung mitmuss und was verzichtbar ist. Proviant kann man beispielsweise oft vor Ort kaufen. Diese Seite bietet weitere Tipps zum Beladen sowie Infos zum zulässigen Gesamtgewicht.

 

Campen nur auf Campingplätzen

Wildcampen ist hierzulande verboten. Wer das missachtet und beim Wildcampen erwischt wird, dem droht ein Bußgeld von mehreren Hundert Euro; die Höhe der Bußgelder unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. So weit sollte es jedoch niemand kommen lassen, da die Zahl an Campingplätzen in Österreich überaus hoch ist – und viele davon sind auch ganzjährig geöffnet. Wer nicht die ganze Zeit an einem Platz bleiben möchte, sollte also nicht einfach das nächste freie Plätzchen ansteuern und dort sein Lager errichten, sondern vorab einfach mehrere Campingplätze recherchieren.

 

Bildrechte: Flickr Prestige 013 Manu CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten.

 

Autor: R. Wegner

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