• Aktuelles aus der Region

    Lokalnachrichten
    • Ein Knallgeräusch eines Fliegers hat für einen Großeinsatz der Feuerwehr in Lienz gesorgt. (30.05.2017) play button
    • Am vergangenen langen Feiertagswochenende sind in Tirol 12 Motorradunfälle mit 13 Verletzten passiert. (30.05.2017)
    • Das BKH Lienz bietet seit kurzem als einziges Tiroler Krankenhaus eine Sauerstofftankstelle an. (30.05.2017) play button
    • Die Ursache für den Bauernhof-Brand in Arnbach wird noch immer ermittelt. (30.05.2017)
    • Steirer holt sich am letzten Wochenende in Außervillgraten den Harmonika-Staatsmeistertitel (29.05.2017) play button
    Nachricht abspielen.
  • Notruf / Bereitschaft

     

    • Notarzt - Notruf 144

    • Krankentransport Tel. 14844
    • Wochenend-Bereitschaftsdienst Lienz
    • Donnerstag, 25. Mai, 7 Uhr, bis Freitag, 26. Mai, 7 Uhr:
      Ordinationsgemeinschaft Dr. Lassnig-Kofler und Dr. Sitte, Walther von der Vogelweide-Platz 2, Lienz, Tel. 141.
      Ordination: Von 9 bis 11 Uhr.
    • Samstag, 27. Mai, 7 Uhr, bis Montag, 29. Mai, 7 Uhr:
      Dr. Peter Zanier, Fanny Wibmer-Pedit-Straße 9, Lienz, Tel. 141.
      Ordination: Samstag und Sonntag von 9 bis 11 Uhr.

     

     

    Notarztdienst/Ärztlicher Bereitschaftsdienst www.notarztverband.at

    • Iseltal
    • Alle Tage 0 bis 24 Uhr: Tel. 0664/155-9971
    • Donnerstag, 25. Mai:
      Dr. Cornelia Trojer, Wallnöferstraße 3, Matrei i. O.
    • Samstag, 27. Mai:
      Notarztdienst und kassenärztliche Bereitschaft: Dr. Cornelia Trojer, Wallnöferstraße 3, Matrei i. O.
      Ordination von 9 bis 12 Uhr und 16 bis 17 Uhr.
    • Sonntag, 28. Mai:
      Notarztdienst und kassenärztliche Bereitschaft: Dr. Anton Huber, Mellitzweg 4, Virgen.
      Ordination von 10 bis 12 Uhr und 16 bis 17 Uhr.

     

    • Osttiroler Pustertal
    • Alle Tage 0 bis 24 Uhr: Tel. 0664/155-9920
    • Donnerstag, 25. Mai:
      Kassenärztliche Bereitschaft: Dr. Jakob Walder, Sillian 84. Praxistelefon: 04842-20050. Notarztdienst Dr. Gernot Walder.
    • Samstag, 27. Mai:
      Kassenärztliche Bereitschaft: Dr. Jakob Walder, Sillian 84. Praxistelefon: 04842-20050.
      Ordination von 9.30 bis 11.30 Uhr und 16 bis 17 Uhr.
      Notarztdienst TAG: Dr. Josef Obmascher.
      Notarztdienst NACHT: Dr. Gernot Walder.
    • Sonntag, 28. Mai:
      Kassenärztliche Bereitschaft: Dr. Jakob Walder, Sillian 84. Praxistelefon: 04842-20050.
      Ordination von 9.30 bis 11.30 Uhr und 16 bis 17 Uhr.
      Notarztdienst Dr. Gernot Walder.

     

    • Defereggental
    • Alle Tage 0 bis 24 Uhr: Tel. 0664/155-9963 (Hopfgarten - nur Plon, St. Veit, St. Jakob)
    • Donnerstag, 25. Mai:
      Notarztdienst und kassenärztliche Bereitschaft durchgehend besetzt; Praxis Unterrotte 105, St. Jakob i. D.
    • Samstag, 27., und Sonntag, 28. Mai:
      Notarztdienst und kassenärztliche Bereitschaft durchgehend besetzt Praxis Unterrotte 105, St. Jakob i. D.
      Ordination Samstag von 9 bis 11 Uhr, Samstag Nachmittag und Sonntag nach telefonischer Vereinbarung.

     

     

    Zahnärztlicher Notdienst

    • Donnerstag, 25., und Freitag, 26. Mai, jeweils von 9 bis 11 Uhr:
      Dr. med. univ. Agnes Girstmair, Matrei i. O., Tauerntalstraße 12, Tel. 04875-5222.

    • Samstag, 27., und Sonntag, 28. Mai, jeweils von 9 bis 11 Uhr:
      DDr. Carola Wieser, Lienz, Marcherstraße 3, Tel. 04852-73400

     

     

    Apothekerdienste

    • Am Wochenende:
    • Samstag, 27. Mai, 12 Uhr, bis Montag, 29. Mai, 8 Uhr:
      Sonnen-Apotheke, Nußdorf-Debant, Florianistraße 6, Tel. 04852-61990
      Marien-Apotheke, Sillian 8, Tel. 04842-6329

     

    • Unter der Woche:
    • Mittwoch, 24. Mai: Sonnen-Apotheke, Nußdorf-Debant
    • Donnerstag, 25. Mai: Bahnhofsapotheke, Lienz
    • Freitag: Franziskusapotheke, Lienz
    • Montag: Linden Apotheke, Lienz
    • Dienstag: Bahnhofsapotheke, Lienz
    • Mittwoch: Apotheke "Zur Madonna", Lienz
    • Donnerstag: Sonnen-Apotheke, Nußdorf-Debant
    • Montag bis Freitag: Marien-Apotheke, Sillian

    Welt News

    » mehr Top News

    Business News

    » mehr Business News

    Sport News

    » mehr Sport News

    Society News

    » mehr Society News

    Partner

     

    Noch Fragen?

    Fragen, Anregungen, Probleme zu Osttirol-Online?

    Wir beraten sie sehr gerne. Sie erreichen uns telefonisch unter:
    +43 4852 62826-600
    (Mo – Fr 8.00h bis 12.00h und 13.30h bis 17.00h)
    sowie per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

    Fragen zu Anzeigen, Inseraten, usw in den Printmedien Osttiroler-Boten, Pustertaler- und Oberkärntner Volltreffer bitte direkt an die OB-Redaktion unter
    +43 4852 65151
    oder die OB-Homepage.

     

    Impressum

    Filmstar Virginie Efira über Komödienhit "Victoria"

    Virginie Efira ist eine der derzeit gefragtesten Schauspielerinnen im französischen Kino. Nach Erfolgen als TV-Moderatorin und in Komödien wie "Birnenkuchen mit Lavendel" etabliert sich die Belgierin im Charakterfach. Bevor sie in Paul Verhoevens Film "Sainte Virgie" die Hauptrolle übernimmt, ist sie als alleinerziehende Mutter und Strafverteidigerin in Justine Triets "Victoria" im Kino zu sehen.

    Filmstar Virginie Efira über Komödienhit
    Virginie Efira ist momentan einer der gefragtesten Stars

    Im APA-Interview spricht die 40-jährige Mutter einer Tochter über den Wendepunkt in ihrer Schauspielkarriere, machoide Drehbücher von Regisseurinnen und die Vorzüge, bei Sexszenen eine Frau hinter der Kamera zu wissen.

    APA: Zwischen Komödienhits und Arthausfilmen scheinen Sie aktuell vielbeschäftigt im französischen Kino. Erleben Sie das als schöne Zeit in Ihrer Karriere?

    Virginie Efira: Es ist nicht unbedingt die Anzahl der Filme, die man macht, die es spannend macht, sondern, dass es ein sehr vielfältiges und spezifisches Kino ist, in dem ich mitwirke. Es ist wirklich etwas sehr Aufregendes, 40 zu sein und etwas ganz Neues an sich zu entdecken. Früher habe ich viel in Komödien gespielt, jetzt entdecke ich ein ganz neues Terrain für mich.

    APA: Sie waren viele Jahre lang als Moderatorin im belgischen und französischen Fernsehen tätig, ehe sie den Sprung zum Film wagten. Wann kam für Sie der Moment, sich gänzlich für die Schauspielerei zu konzentrieren?

    Efira: Ich bin bereits in einem Theater-Umfeld aufgewachsen, habe verschiedene Theaterschulen besucht und viel auf Bühnen gespielt. Dann kam ein Moment, als ich einen Vertrauensverlust mir selber gegenüber verspürte, eine schwierige Zeit hatte. Da ist mir angeboten worden, zu moderieren. Komischerweise war das wirklich der Moment, wo ich wieder Vertrauen in mich gewonnen habe. Der Moment, selbst zu spielen war der Aufregendste. Ich habe dann entschieden, das auszuprobieren und das Moderieren sein zu lassen.

    APA: Französische Komödien fahren auch hierzulande große Erfolge ein, funktionieren aber zumeist nach ähnlichem Rezept. Haben Sie die Hoffnung, dass dieser Film Klischees aufbricht und in eine neue Richtung weist?

    Efira: Es ist ja spannend, dass in diesem Film vieles genau so abläuft wie bei einer klassischen romantischen Komödie, die man so schon mal gesehen hat: Da ist diese Liebesgeschichte, die irgendwie nicht so funktionieren will oder kann. Gleichzeitig gibt es etwas, das das schon bricht. Der Film hat etwas Lustiges und Leichtes, geht dann aber in Richtung tiefe Depression. Es ist ein Film, der die Gesellschaft mehr hinterfragt und befragt, als die Regeln einer Gesellschaftsstruktur zu befolgen. Ich habe ganz viele Drehbücher erhalten, in denen es um Frauen geht, die Kinder haben und einem bestimmten Muttermodell gerecht werden müssen - wenn sie das nicht tun, werden sie dafür verantwortlich gemacht, nicht perfekte Mutter zu sein. In dieser Rolle existiert auch Sexualität praktisch nicht mehr. Das zielt letztendlich darauf ab, dass das Familienmodell das perfekte ist. Diese Rollen habe ich nicht angenommen. In "Victoria" sind die diversen Aspekte nicht voneinander getrennt, sondern fließen ineinander. Darum geht es. Zugleich geht es auch um die Gewaltbereitschaft in einer Gesellschaft, das wird auch gut performativ umgesetzt.

    APA: An welchem Punkt in ihrem Leben lernen wir Victoria kennen?

    Efira: Sie ist in einer ihr nicht bewussten Depression. Sie ist eine ganz starke Persönlichkeit, aber sich ihrer Verletzlichkeit nicht bewusst. Sie muss erst den Boden unter den Füßen verlieren, damit ihr das bewusst wird. Sie geht immer stark in die Konfrontation, braucht auch Widerstände, um ihre eigene Stärke zu spüren. Victoria ist eigentlich total verkopft, sie existiert ganz stark durchs Reden, durch die Sprache, und jegliche Information, die sie erhält, setzt sie gleich um, sie läuft permanent und hält nie inne. Zu dem Zeitpunkt, wo Sam sie fragt, warum sie ihn nicht gesehen hat, sagt sie ganz treffend: "Ich hatte nicht mal zwei Minuten Pause, um mir dessen bewusst zu werden."

    APA: Frankreichs Gesellschaft genießt das Image, aufgeschlossener und moderner in ihrer Vorstellung von Mutterschaft und Berufstätigkeit zu sein. Wie würde Victoria in der Wirklichkeit beurteilt werden?

    Efira: Wenn man eine Rolle spielt, ist es der erste Grundsatz, sie im Vorhinein nicht zu bewerten. Für mich gibt es nicht das eine Rezept, eine Frau oder Mutter zu sein. Das Wichtigste ist - wenn man von der persönlichen Ebene spricht -, sich von einer moralischen Belehrung zu emanzipieren. Wenn man der Überzeugung ist, eine Mutter müsse nach der Geburt ein Jahr zuhause sein, muss das nicht notgedrungen passen - sie kann dann viel Zeit mit dem Kind verbringen, fühlt sich aber vielleicht gar nicht wohl, empfindet Ängste, Traurigkeit, Depression. Das ist dann alles andere als ein Idealweg. Justine (Triet, die Regisseurin, Anm.) spricht im Film ganz klar die Depression an: Man kann nicht sagen, es funktioniere, Kinder wie Blumentöpfe zu gießen und dann wird das schon.

    APA: Victoria sagt im Film zu ihrem Psychiater, sie musste einen "ungewöhnlichen Weg gehen, um dorthin zu kommen, wo ich bin". Hatten Sie zuvor Berührung mit der Welt von Anwälten und solche Beobachtungen gemacht?

    Efira: Ich kannte schon vor dem Film einige Strafverteidigerinnen, das fand ich immer schon faszinierend. Beim Schreiben des Drehbuchs hat Justine Strafverteidigerinnen zurate gezogen, und auch beim Dreh an sich gab es Inputs von ihnen. Aber es gab auch Momente, wo das völlig frei gehandhabt wurde, der Film ist nicht realistisch in dem Sinn. Es ist und bleibt Fiktion, zugleich aber kommt aus dem Leben Gegriffenes vor: Der Dalmatiner kam wirklich in einem bestimmten Plädoyer eines Strafverteidigers vor. Der Affe hingegen ist an den Haaren herbeigezogen.

    APA: "Victoria" ist aus sehr vielen, kurz angerissenen Szenen gebaut, die Schlaglichter auf Victorias Leben geben. War der Dreh dementsprechend anstrengend?

    Efira: Justine ist voll dahinter, dass alles sehr schnell geht. Ich selbst spreche auch viel, das passt dementsprechend gut. Eine Szene wird 25 Mal gedreht und sie lässt dann nie locker. Sie zielt eben nicht auf die Komfortzone, sondern will aus ihr heraus, das ist ihr Credo.

    APA: Ist Ihre Erfahrung, von einer Frau inszeniert zu werden, anders als ein Dreh mit einem Regisseur?

    Efira: Bezüglich "Victoria" war es mit Justine schon einfacher, das alles zu filmen, weil Justine und Victoria sich sehr ähneln. Das hat mir geholfen, um mich in die Rolle hineinzuversetzen. Zudem gibt es auch die sehr körperliche Seite des Films, viele Sexszenen. Da war es wirklich einfacher mit Justine, weil sie bereits beim Schminken dabei war, bei den Szenen dicht dran war. Sie hat sich verhalten wie eine Liebhaberin und die Tatsache, dass sie eine Frau ist, hat das wirklich vereinfacht. Es hatte etwas von einem Verliebtheits-Flash, tatsächlich war es nur freundschaftlich. Generell glaube ich nicht, dass es die Unterteilung in ein männliches und ein weibliches Kino gibt. Oft passiert es mir, dass ich Drehbücher von Frauen bekomme, die die machoidesten überhaupt sind.

    APA: Justine Triet verwebt zugleich den Vorwurf in den Film, es sei nicht feministisch von Victoria, einen Mann zu verteidigen, der seine Frau misshandelt haben soll. Ist das eine Kontroverse, die Sie spannend fanden?

    Efira: Das schwierige an der Sache ist von Anfang an, dass sie überhaupt einen Freund verteidigt. Das führt für sie zu wirklich schlimmen Konsequenzen - wie jene, sechs Monate nicht arbeiten zu dürfen. Es gibt einen Satz im Film, den ich sehr gerne mag, weil andere ihn auch einen Idioten, einen Draufgänger nennen: "Misogynie ist, wenn man glaubt, dass Frauen von Natur aus Opfer sind." Daran glaube ich nicht.

    Das Gespräch führte Angelika Prawda/APA

    Virginie Efira, 1977 im belgischen Schaerbeek geboren, war ab 1998 im belgischen und später im französischen Fernsehen erfolgreich als Moderatorin tätig. Ihr Debüt als Schauspielerin in einem Kinofilm feierte sie 2010 in "Le Siffleur" von Philippe Lefebvre, seitdem spielte sie in zahlreichen französischen Kinohits wie "It Boy - Liebe auf Französisch", "Familie zu vermieten", "Mein ziemlich kleiner Freund" oder "Birnenkuchen mit Lavendel" mit. In "Elle" von Paul Verhoeven übernahm sie eine Nebenrolle; im neuen Film des Regisseurs, "Sainte Vierge", verkörpert sie die Hauptrolle der kontroversiellen Nonne Benedetta Carlini.



    « zur Übersicht