Isel-Kraftwerksbewilligung vor Gericht abgeblitzt - Osttirol Online


Isel-Kraftwerksbewilligung vor Gericht abgeblitzt

14.09.2021


Das Landesverwaltungsgericht Tirol hat einer Beschwerde des WWF stattgegeben und die wasserrechtliche Bewilligung des umstrittenen Kraftwerks an der Schwarzach im Defereggental aufgehoben.

Schwere Mängel

Es sei faktisch nicht durchführbar. Das Projekt hätte viele schwere Mängel, daher wäre es unmöglich, sowas zu realisieren, so die Begründung des Gerichts. Der Kraftwerksbau im Defereggental würde das sensible Zusammenspiel des Osttiroler Gletscherflusssystems im Einzug der Isel stark gefährden und dürfe nicht mehr weiterverfolgt werden, so Marianne Götsch vom WWF. Das Land Tirol dürfe jetzt keine neue Bewilligung mehr erteilen. Laut dem Gerichtsbescheid habe die Behörde absichtlich die Ermittlungen für eine alternative Trassenführung unterlassen, damit diese Ermittlungen gerichtlich durchgeführt werden könnten.

Baustopp gefordert

Götsch fordert das Land Tirol dazu auf, den Gewässerschutz ernst zu nehmen und den Kraftwerksbau zu stoppen. 8 europaweit geschützte Arten wie zB die Deutsche Tamariske, die Kleine Hufeisennase oder der Flussuferläufer wären dadurch gefährdet, so der WWF.


2 Kommentare

MGg schrieb am 15.09.2021 13:32:
Rudi, Du sprichst mir aus der Seele! Hoffentlich sehen es die Richter in der nächsten Instanz auch so! Es würde mich wundern, wenn das tiroler LVG die letzte Station dieses Verfahrens gewesen wäre.

Rudi Bartosch schrieb am 15.09.2021 12:50:
Ein dreifach hoch an das tiroler landesverwaltungsgericht. Manchmal fragt man sich, ob die verantwortlichen leute in diesem wunderschönen hochtal von sinnen sind. Verschandeln den leppleskofelgipfel und wollen kraftwerk in das zuflussystem des letzten freifliessenden flussjuwel Österreichs bauen.

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