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Hinter‘m Kofl fielen sämtliche Rekorde

420 Athleten nahmen beim Kreithof Aufstellung zum 7. Tristacher Nachttourenlauf. Neben dieser Rekordteilnehmerzahl bewältigte Sieger Niklas Kröhn die 570 Höhenmeter zur Dolomitenhütte in neuer Bestzeit. Auch die Mittelzeit lag bei sensationellen 56 Minuten.

570 Höhenmeter, verteilt auf 3,3 Kilometer zwischen Kreithof und Dolomitenhütte warteten auf die Teilnehmer des 7. Tristacher Nachttourenlaufes „Hinter‘m Kofl“, veranstaltet vom SV Dobernik Tristach. „Knapp 470 Läufer haben sich angemeldet, von denen leider etwa 50 absagen mussten. Aber auch mit den 420 Startern, von denen fast alle in die Wertung gekommen sind, haben wir die Wertungslisten gesprengt“, freute sich OK-Chef Hans Schneider, der mit seinem 60-köpfigen Team für einen reibungslosen Ablauf sorgte. „Ohne die Helfer und ohne die Sponsoren wäre es unmöglich, dieses Rennen durchzuführen“, so Schneider.

Im Gegensatz zum letzten Jahr (starker Regen beim Start verwandelte sich in dichten Schneefall) spielte heuer auch das Wetter mit, die Läufer fanden perfekte Bedingungen vor. Schon vor dem Start war Siegfried Hochenwarter, Rekordhalter (27.50,14 Minuten) von 2007 überzeugt, „dass heute der Rekord fallen wird“.

Klocker an der Spitze

Der Amlacher Wolfgang Klocker (Hagan Martini Rennteam), der bislang als einziger zweimal triumphieren konnte, setzte sich zusammen mit Niklas Kröhn (Kelag Energy – Skialp Raibl) vom LC Villach an die Spitze. Bis zur Labestation bei der Hälfte der Distanz gingen die beiden im Gleichschritt, dann erhöhte der Kärntner die Schlagzahl. Aufgrund seiner Körpergröße konnte er auch die höhere Frequenz gehen. Ins Ziel auf dem Parkplatz bei der Dolomitenhütte lief Kröhn nicht nur, als hätte er sich gerade einmal aufgewärmt. In 26.48,02 blieb er auch eine Minute unter dem alten Rekord. „Es waren einfach Super-Bedingungen heute, und nachdem mir beim ersten Antreten im Vorjahr der Schuh gebrochen ist, bin ich schon happy, Leute wie Siegi Hochenwarter oder Wolfgang Klocker hinter mir gelassen zu haben“, meinte der Sieger, ein „Profi“ auf dem Gebiet Nacht- und Aufstiegsrennen.

Osttirols Elite auf den Plätzen

Aber auch Klocker konnte mit seinem Rennen durchaus zufrieden sein. Denn auch er blieb noch unter seiner Marke aus dem Jahr 2007 und bewältigte die Strecke in 27.34,37. Der Matreier Markus Brugger, auch ein ehemaliger Sieger des Tristacher Nachttourenlaufes, traf als Dritter auf der Dolomitenhütte ein. In 27.51,56 hatte er zehn Sekunden Vorsprung auf den Gailtaler Hochenwarter (Generali) und weitere 40 Sekunden auf Christof Wastl vom HSV Spittal/Drau. Bei den Damen gewann die Kärntnerin Marita Staufer (Panaceo – Skialp Raibl, 33.56,43) vor den schnellsten Osttirolerinnen, Katharina Wibmer (39.55,64) und Irmgard Huber vom Team Uniqa (40.10,33). „Mit Ausnahme von Alexander Lugger und Alois Blassnig waren alle ehemaligen Sieger am Start. Und mit dem Rekordteilnehmerfeld sind wir überhaupt Tirols größte Tourensportveranstaltung, österreichweit die drittgrößte“, informierte Schneider, der aber auch die Leistung der rund 300 Hobbyläufer hervor strich.

Mittelzeit unter einer Stunde

„Ich bin echt verwundert über die Mittelzeit. Dass die bei 300 Startern bei knapp 56 Minuten liegt, ist ein Wahnsinn“, betonte der Leiter des Organisationsteams. Der Durchschnittszeit am nächsten kam Evelin Gander, die um 2,27 Sekunden über der Mittelzeit blieb und damit ein Paar Tourenski mit nach Hause nehmen durfte. Angelika Posch und Alexander Fanger verfehlten den Wert um jeweils knapp sechs Sekunden. „Für uns steht eigentlich die Mittelzeit im Vordergrund. Wir wollen daneben zwar den Renncharakter beibehalten, legen aber Wert darauf, dass auch die breite Masse dieses Flair in einzigartiger Kulisse genießen kann“, teilte Schneider mit.  Viel zu einer tollen Atmosphäre trug auch die Vollmondparty mit der Hauskapellen-DJ Harry Hofer beim und im Kreithof bei. „Bis weit nach Mitternacht waren auch noch viele Hobbysportler dabei, die schon wieder neue Wetten auf den nächsten Tristacher Nachttourenlauf am 18. Feber 2011 abgeschlossen haben“, berichtete Schneider.








Sport 05.02.

420 Tourenläufer nahmen beim Kreithof Aufstellung, um den 7. Tristacher Nachttourenlauf, veranstaltet vom SV Dobernik Tristach, zu bewältigen.