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Einkaufszentrum „M 99“: Investoren möchten im Herbst mit Bau beginnen

Nach langen Spekulationen um die Finanzierung des Einkaufszentrums „M 99“ ließ die Südtiroler Hobag Immobilien GmbH nun die Katze aus dem Sack: Die in Lienz ansässige GST-Bauträger GmbH steigt beim 30-Millionen-Euro-Projekt als Investor ein. Geht es nach Neu-Investor Golger, soll das „M99“ im Herbst 2011 stehen.

Nach dem das Land kurz vor Weihnachten den Flächenwidmungsplan des Einkaufszentrums „M 99“ genehmigt hatte, blieb die Hobag über die Feiertage nicht untätig. „Wir haben jetzt die rechtliche Basis und wollen nun das Projekt zügig vorantreiben“, erklärte Günther Bachmann von der Hobag Immobilien GmbH am Montag in einem Pressegespräch. Und weil die wirtschaftlichen Zeiten nicht mehr so rosig seien, entschied man sich bei der Hobag dafür einen Investor mit ins Boot zu holen. In finanziellen Schwieligkeiten sei man nicht, betonte der Südtiroler.

Die Wahl eines Mitfinanziers fiel auf die GST-Bauträger GmbH (Vermietung und Verwaltung von Immobilien), die ihren Sitz in Lienz hat. Hinter dem Namen stecken Baumeister Wilfried Golger und Komm.-Rat Anton Pletzer, die beide bereits Erfahrung im Aufbau und Betrieb von Einkaufszentren haben. „Wir haben unter anderem in Slowenien ein Einkaufszentrum mit 20.000 m² Fläche realisiert, eine Wohnanlage in Amlach und die Einseilumlaufbahn in St. Jakob“, so Golger. Warum man jetzt in beim „M 99“ einsteigt? „Das Projekt hat Potential, wir sind in der Lage das Projekt zufrieden stellend und im Interesse der Stadt zu realisieren“, erklärte Golger.

Gleichberechtigte Partner

Mit vielen Millionen der gebürtige Irschner Wilfried Golger in das 30-Mio-€-Projekt einsteigen und wer schlussendlich 51 % der Anteile an der gemeinsamen Gesellschaft „M99-Invest“ (künftiger Sitz: Schillerstraße, Lienz) halten wird, ist noch nicht geklärt. Hobag und GST-Bauträger wollen jedenfalls gleichberechtigte Partner sein, so Bachmann.

Wie das „M 99“ künftig ausschauen wird, wissen sowohl Bachmann, als auch Golger noch nicht ganz genau. Sowohl 300 Parkplätze, als auch drei Ankermieter und ein Branchenmix (maximal 20 Geschäfte und ein Gastronomiebetrieb) sind aber fix. „Das Projekt hat außen und innen Optimierungsbedarf“, erklärte Golger, der am liebsten im Herbst 2010 mit dem Bau des Einkaufscenters beginnen möchte. „Von der Zeitschiene her ist das machbar.“ Golger träumt gar von einem einstimmigen Beschluss des Bebauungsplanes.

Bebauungsplan erst nach den Wahlen

An die 8 Mio € wurden von der Hobag bereits in Planung und Grundkauf investiert. „Man hat uns Anfangs den roten Teppich ausgerollt und uns mit Pauken und Trompeten empfangen. Später bekamen wir dann Prügel zwischen die Beine geworfen. Auch andere Südtiroler Investoren haben das mitbekommen“, Bachmann. Die Schwierigkeiten der Vergangenheit möchte er nun aber auf sich beruhen lassen. „Wir werden das Ganze nicht überbewerten, sondern gemeinsam alle Bedenken der Bevölkerung und Verbesserungen einfließen lassen, um das Beste zu erreichen“, versprach Bachmann, der mit Golger möglichst schnell – aber nicht vor den Wahlen – einen Bebauungsplan vorlegen will. „Wir möchten nicht in den Wahlkampf hineingezogen werden“, betonten beide Investorenvertreter. Ob sich das vermeiden lässt, ist mehr als fraglich. goller


Chronik 02.02.

Günther Bachmann (Hobag Immobilien GmbH) und Wilfried Golger (GST-Bauträger GmbH) wollen mit ihren Gesellschaften das „M 99“ gemeinsam finanzieren.