Nach Bad Bleiberg ist die Luftkurortgemeinde Dellach im Drautal erst die zweite Gemeinde in Kärnten, die einen Heilklimastollen betreibt. Anfang August soll bereits mit den ersten Therapien begonnen werden.
Ein zwei Meter hoher und ein Meter breiter, stabiler Weg führt geradlinig tief in das Innere des Berges. Nach einem Fußmarsch von 350 Metern ist der 120 m² grosse Behandlungsraum erreicht. 30 bequeme Liegestühle befinden sich hier, auf denen die Patienten eine Stunde lang am Tag die reinste Luft einatmen können. „Wir haben an fünf Tagen Luftqualitätsmessungen durchgeführt und dabei lediglich zwei Staubkörner in der Luft vorgefunden“, erklärt Herbert Gall, kaufmännischer Betriebsleiter der gemeindeeigenen Tourismus und Infrastruktur Ges.m.b.H., die diesen Stollen betreibt „Das hier ist die reinste Luft der Welt. Sie ist zur Gänze sporen-, pollen- und staubfrei – vergleichbar nur mit der Luft auf hoher See ist“, so Gall.
So rein wie die Luft ist, so kalt ist sie auch. Auf nur zehn Grad klettert hier das Thermometer. „Die zehn Grad kühle Luft wird beim Einatmen auf Körpertemperatur erwärmt und entzieht dabei den Schleimhäuten die Feuchtigkeit. Dadurch gehen Schwellungen zurück und die Leute können sprichwörtlich wieder freier durchatmen“, weiß Gall. Das alles geschieht natürlich unter kurärztlicher Aufsicht. Bereits jetzt liegen schon 20 Anmeldungen, hauptsächlich aus dem Raum Oberkärnten, vor. Therapiebeginn ist Anfang August. „Wir warten noch auf einen letzten Bescheid, sozusagen den letzten Formalschliff“, erklärt Bürgermeister Dipl.-Ing. Ambros Wernisch.
Drei Jahre lang wurde der Stollen zu dem umgebaut, was er nun ist. 770.000 Euro betrugen die Kosten dafür. „Im Stollen befinden sich WC-Anlagen und eine total verschlossene Fluchtkammer mit Festnetztelefonanschluss und einem Notvorrat an Lebensmittel. Außerdem sind alle 50 Meter Feuerlöscher angebracht“, weist Gall auf die Sicherheitsstandards des Stollens hin. Anmelden kann man sich unter Tel.: 04714/20060.
Ab August heißen die Mitarbeiterinnen Silvia Scheer (l.) und Maria Stabentheiner alle Menschen mit Atemwegserkrankungen im Barabarastollen willkommen. Foto: Magdalena Girstmair
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